Verfasst von: Michael | August 17, 2011

Ankunft in Tōkyō

Ich bin zunächst etwa fünf Stunden von Frankfurt nach Moskau geflogen und dort dann in einen Langstreckenflieger nach Tōkyō eingestiegen. Die Fluggesellschaft Aeroflot, mit der ich geflogen bin, stellte sich dabei als wesentlich besser heraus als ihr Ruf; beispielsweise waren die Sitze breit und bequem und nicht, wie ein Freund vorher noch gespottet hatte, „mit Plastikkabeln festgezurrte Gartenstühle“.

In den Vordersitzen waren Flachbildschirme eingelassen und die Fernbedienung rechts daneben konnte aus der Verschalung herausgenommen und auch als Gamepad für Videospiele benutzt werden.

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Es gab eine recht große Auswahl an ziemlich aktuellen Kinofilmen und mehreren (englischen) Fernsehserien, darunter eine komplette Staffel von den Simpsons. Ich habe allerdings von diesem großen Angebot aber kaum Gebrauch gemacht. Kurz nachdem ich das Flugzeug betreten und mein Handgepäck bei meinem Sitz verstaut hatte, kam ich nämlich mit einem Amerikaner namens Jeffrey ins Gespräch, der gerade von einem Griechenlandurlaub zurückkehrte und ebenfalls unterwegs nach Tōkyō war.

Während des Gesprächs erzählte er ein wenig von sich und so erfuhr ich, dass er eine Galerie für moderne Kunst (u.a. Photographie, Gemälde und Skulpturen) in Tōkyō betreibt und sich dort in der modernen Kunstszene recht gut auskennt. Seine Galerie heißt „Motus Fort“ und er vertritt eine ganze Reiher westlicher und japanischer Künstler und Photographen und vermittelt diese an interessierte Kunstkäufer. Ich erzählte ihm, dass ich in Tōkyō nicht übernachten werde, sondern Abends gleich mit dem Nachtbus nach Osaka fahren möchte. Er gab mir daraufhin mehrere sehr wertvolle Tipps bezüglich der Bahnlinien in Japan (da werde ich ein andermal noch mehr zu schreiben) und empfahl mir ein Internetcafé im Tōkyōter Stadtteil Shinjuku, wo man kostenlos per WLAN aufs Internet zugreifen kann.

Nach etwa 10 Stunden Flug kam ich schließlich am Narita Flughafen an.

Der Narita Flughafen liegt ein ganzes Stück außerhalb von Tōkyō. Ich habe das mal auf der oben eingebetteten Karte von Google Maps markiert. Wenn ihr da ein bißchen rauszoomt, werdet ihr feststellen, dass der Flughafen über 80 Kilometer vom Zentrum von Tōkyō entfernt ist. Nach meiner Ankunft am Flughafen habe ich mir dann erstmal eine „Suica“ gekauft. Die Suica ist eine Art Prepaidkarte, mit der man alle Bahnlinien im Großraum Tōkyō benutzen kann. In Japan gibt es vor dem Eingangsbereich der Gleise Zugangssperren, durch die man nur dann durchgehen kann, wenn man eine Fahrkarte oder eine Prepaidkarte hat. Die hält man an die Terminals und dann kann man durch diese durchgehen. Wenn man dann an seiner Endhaltestelle angekommen ist, hält man die Karte beim Verlassen der Gleisbereiche wieder an die Ausgangssperre und das System berechnet automatisch die gefahrene Distanz und zieht den entsprechenden Fahrpreis von der Prepaidkarte ab. Das Foto unten zeigt die Karte „Suica“ für den Großraum Tōkyō und die „Icoca“, eine weitere Prepaidkarte für den Großraum Kansai, wo unter anderem die Städte Ōsaka, Kōbe, Kyōto und Uji liegen.

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Von Narita aus bin ich dann in den Tōkyōter Stadtteil Shinjuku gefahren. Da ich noch ca zehn Stunden Zeit hatte, bis mein Nachtbus losfuhr, habe ich am Bahnhof mein Gepäck sicher eingeschlossen und bin losgezogen, um ein wenig die Gegend zu erkunden.

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