Verfasst von: Michael | September 17, 2011

Mobiltelefone in Japan: Schmuck, Allzweckwerkzeug, Fetisch

In Deutschland besitzt und verwendet nahezu jeder ein Mobiltelefon, manche auch zwei (für Geschäft) oder drei (die Geliebte(n)) . Das ist in Japan nicht anders, aber hier sind die Mobiltelefone wesentlich präsenter. Egal ob beim Warten auf den Zug am Bahnhof, beim Anstehen in einer Schlange, beim Spaziergang in der Fußgängerzone oder an einer Ampel – man sieht immer, überall, jemanden tief in Konzentration auf sein Mobiltelefon versunken.

Die Geräte werden nicht nur zum Telefonieren, sondern auch

  1. zum Bezahlen u.a. im Supermarkt und im Convenience Store („kombini“ auf japanisch),
  2. zum Surfen im Internet,
  3. zum Abfotografieren von Werbe- und Infocodes,
  4. als Landkarte und zum Nachschlagen von Wegbeschreibungen
  5. und zum Schreiben von Emails verwendet.

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Verfasst von: Michael | September 13, 2011

Für die Ladies

Wenn man in Japan ein Produkt für Frauen vermarkten möchte, wird besagtes Produkt üblicherweise entweder pink eingefärbt und/oder über und über mit Glitter und Straßsteinchen beklebt. Das schlimmste ist jedoch, dass diese Strategie durchaus aufzugehen scheint. Ein Beispiel: Digitalkameras.

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Verfasst von: Michael | September 13, 2011

Über meine Unterkunft

Meine Gastgeberin wohnt in einer Ortschaft namens Takatsuki (wörtl. etwa „Hohe Ulme“), die nördlich von Ōsaka liegt. Takatsuki ist wie die meisten japanischen Ortschaften zudem noch in mehrere Bezirke unterteilt. Meine momentane Wohnung liegt im Bezirk Kawanishi (wörtl. „Westlich des Flusses“, was irgendwie auch stimmt, wenn man sich die Karte unten ansieht).

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In den ersten Tagen nach meiner Ankunft fielen mir zwei Dinge auf, in denen sich japanische Städte und Ortschaften grundlegend von denen in Deutschland unterscheiden: Strommasten und Getränkeautomaten. Beides war bisher wirklich überall, wo ich gewesen bin, anzutreffen und beides ist ein fester Bestandteil der dortigen städtischen Landschaft.

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Verfasst von: Michael | August 17, 2011

Japan ist nicht Fahrradfreundlich

Viele Menschen sind in Japan auf Fahrrädern unterwegs. Das liegt daran, dass viele Menschen hier entweder kein Geld oder keinen Stellplatz für ein Auto besitzen und deshalb innerhalb der Stadt fürs schnelle Fortbewegen auf ein Fahrrad angewiesen sind. Hinzu kommt, dass man in Japan relativ günstig neue Fahrräder kaufen. Ab etwa 70, 80€ kriegt man hier ein neuwertiges, robustes Fahrrad mit solidem Rahmen, Fahrradkorb und Kickständer. Es ist insbesondere unter berufstätigen Pendlern nicht unüblich, in jeder Stadt ein Fahrrad zu besitzen, mit dem man vom Haus zum Bahnhof und dann vom Bahnhof zum Arbeitsplatz fahren kann.

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Verfasst von: Michael | August 17, 2011

Tōkyō, Shinjuku

Nachdem ich mein schweres Gepäck am Bahnhof in Shinjuku verstaut hatte, machte ich mich auf den Weg, um die Gegend zu erkunden und sicherheitshalber schon einmal zu gucken, wo später der Nachtbus abfahren würde. Unterwegs habe ich einige Photos geschossen:

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Das ist das Shinjuku no me 新宿の目, auf Deutsch das „Auge von Shinjuku“. Wenn man den Bahnhof in Shinjuku in Richtung der großen Bürogebäude verlässt, kommt man in einer Unterführung daran vorbei.

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Verfasst von: Michael | August 17, 2011

Ankunft in Tōkyō

Ich bin zunächst etwa fünf Stunden von Frankfurt nach Moskau geflogen und dort dann in einen Langstreckenflieger nach Tōkyō eingestiegen. Die Fluggesellschaft Aeroflot, mit der ich geflogen bin, stellte sich dabei als wesentlich besser heraus als ihr Ruf; beispielsweise waren die Sitze breit und bequem und nicht, wie ein Freund vorher noch gespottet hatte, „mit Plastikkabeln festgezurrte Gartenstühle“.

In den Vordersitzen waren Flachbildschirme eingelassen und die Fernbedienung rechts daneben konnte aus der Verschalung herausgenommen und auch als Gamepad für Videospiele benutzt werden.

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Es gab eine recht große Auswahl an ziemlich aktuellen Kinofilmen und mehreren (englischen) Fernsehserien, darunter eine komplette Staffel von den Simpsons. Ich habe allerdings von diesem großen Angebot aber kaum Gebrauch gemacht. Kurz nachdem ich das Flugzeug betreten und mein Handgepäck bei meinem Sitz verstaut hatte, kam ich nämlich mit einem Amerikaner namens Jeffrey ins Gespräch, der gerade von einem Griechenlandurlaub zurückkehrte und ebenfalls unterwegs nach Tōkyō war.

Während des Gesprächs erzählte er ein wenig von sich und so erfuhr ich, dass er eine Galerie für moderne Kunst (u.a. Photographie, Gemälde und Skulpturen) in Tōkyō betreibt und sich dort in der modernen Kunstszene recht gut auskennt. Seine Galerie heißt „Motus Fort“ und er vertritt eine ganze Reiher westlicher und japanischer Künstler und Photographen und vermittelt diese an interessierte Kunstkäufer. Ich erzählte ihm, dass ich in Tōkyō nicht übernachten werde, sondern Abends gleich mit dem Nachtbus nach Osaka fahren möchte. Er gab mir daraufhin mehrere sehr wertvolle Tipps bezüglich der Bahnlinien in Japan (da werde ich ein andermal noch mehr zu schreiben) und empfahl mir ein Internetcafé im Tōkyōter Stadtteil Shinjuku, wo man kostenlos per WLAN aufs Internet zugreifen kann.

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Verfasst von: Michael | August 17, 2011

Was bisher geschah …

Im Frühjahr 2007 fasste ich den Entschluss, mein Studium der Informationswirtschaft abzubrechen. Die Vorlesungen und Übungen, die ich bis dahin besucht hatte, umfassten neben Jura unter anderem die Fachbereiche Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Statistik, höhere Mathematik und verschiedene Bereiche der praktischen und theoretischen Informatik. Das Material war teils interessant, teils recht anspruchsvoll, aber zu großen Teilen ziemlich langweilig und abstrakt. Ich hatte zwar Spaß daran, mich damit auseinanderzusetzen, aber es war und blieb abstraktes Material ohne echten Bezug zu meinem Alltag und meinen Lebensumständen. Um mir einen Ausgleich zu schaffen, fing ich an mehrere Sprachkurse zu belegen, darunter Französisch, Englisch und einen Anfängersprachkurs in Japanisch.

Ich hatte, bedingt durch mein Interesse an verschiedenen Kampfsportarten, schon zuvor ein gewisses Faible für Japan gehabt und da man beim Sprachzentrum der Universität Karlsruhe Kurse für Japanisch belegen konnte, belegte ich einen der Anfängerkurse. Dieser begeisterte mich so sehr, dass ich schließlich die Entscheidung fasste, mein zunehmend frustrierendes Studium in Karlsruhe abzubrechen und ein Japanologie-Studium aufzunehmen. Ich bewarb mich bei mehreren Universitäten und bewarb mich bei den Universitäten in Tübingen, Frankfurt, Heidelberg und Hamburg. Meine erste Wahl war Heidelberg gewesen, aber da man sich dort mit dem Verschicken der Zulassungsbescheide recht viel Zeit ließ, schrieb ich mich zunächst an der Universität Frankfurt ein, die mich bereits zum Studium zugelassen hatte. Gegen Ende August 2007 erhielt ich schließlich doch noch die Zulassung für die Universität Heidelberg. Ich machte die Einschreibung an der Universität Frankfurt rückgängig und trat schließlich ein Japanologie-Studium in Heidelberg an.

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